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Trendsetter - Jeans der fünfziger und sechziger Jahre

Markenjeans

Vor ein paar Jahren schien die gute alte Jeans den Weg alles Sterblichen zu gehen. Die jungen Leute besorgten sich grauen und braunen Zwirn und eiferten Typen wie diesem albernen John Travolta nach.

 
bootcut Jeans, Stretch Jeans, Straight Jeans

Wir verfolgen in Deutschland ein anderes Konzept. Wenn der Händler nicht bereit ist, dem Kunden die gesamte Palette an Damenjeans anzubieten, sonst verzichten wir auf ihn. Man kann ja auch bei Jil Sander kein Kleid kaufen, sondern nur eine ganze Kollektion. Wir geben dem Händler aber eine Hilfe, differenzieren die Damenjeans mit optischen Mitteln und liefern Bilder und Poster, und wer da mitmacht, bekommt kostenlosen Zusatzservice.

 
Denim-Jeans

Damenjeans

Auf jeden Fall müssen Denim Jeans anders verkauft werden, weil die kulturellen Gegebenheiten anders sind und auch die Geschichte der Denim Jeans eine andere ist. Die Jeans kamen nach dem Krieg mit den Gls nach Deutschland. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Mutter sagte, mit so einer Hose kommst du bei mir nicht rein. Das war in Amerika damals schon ganz anders. Dort wurden die Denim Jeans bereits in den dreißiger Jahren hoffähig, als die Oststaatler  im  Westen auf sogenannten Dude Ranches ihren  Urlaub verbrachten und die blauen Hosen als Souvenir nach Hause mitnahmen. Biri Kult wurde dadurch nicht ausgelöst, in den USA die Damenjeans vorerst immer nur eine Hose. Nicht so wie in Europa, wo sie gleich zum Kultobjekt wurde.

 
501 Jeans Denim

Die 501 Jeans ist in Mode, und für Mode muss man immer bezahlen. Ausserdem war ich dort, wo die 501 Jeans hergestellt wird, in La Bassee in Frankreich, und habe gesehen, was für eine Arbeit nötig ist, um eine 501 Damenjeans in die Versandschachtel zu bringen. Da müssen die Näherinnen ziemlich ranklotzen. Sechsundvierzig verschiedene Teile und fünfunddreißig unterschiedliche Nähverfahren kommen da zum Einsatz. Man kann sagen, die 501 Jeans wird eigentlich noch mit der Hand gemacht. Ich habe mal die Fakten zusammengekramt, mir den Aufwand erklären lassen, der für die Herstellung der 501 Damenjeans gemacht wird. Fangen wir beim Material an. 1414 Unzen XX Denim Jeans sagt der Fachmann dazu, fester Baumwollköper also, natürlich indigogefärbt wie einst zu Levi's Zeiten. Der Stoff wird von derselben Spinnerei gewebt wie vor einem Jahrhundert. Die Jungs haben also Erfahrung. Prüfen den Stoff bei künstlichem Tageslicht auf seine Farbkonsistenz, daran schließen sich eine Reihe strenger Tests, die von der US-Armee erfunden wurden. Ausgerechnet.

 
Levi Strauss Jeans

Er nährte sich redlich, ging kaum Experimente ein und häufte die Taler, die inzwischen Dollar waren. So wie sich's für einen soliden mittelständischen Frankenbürger gehört. Als Levi Strauss anno 1902 das Zeitliche segnete, hatte sein Betrieb ganze vierzig Mitarbeiter.
1980 waren es tausendmal soviel. Dann ging's zwar wieder bergab, weil's mit dem Jeans-Verkauf  in der ersten Hälfte der achtziger Jahre arg haperte, aber 1986 leuchtete dafür wieder die Sonne, und man verzeichnete das beste Jahr in der Geschichte des Jeans-Giganten. In schlichten Zahlen ausgedrückt: 33050 Mitarbeiter erwirtschafteten einen Umsatz von rund sechs Milliarden Dollar. Ungefähr 30 Millionen Damenjeans und Herrenjeans wurden verkauft. Den größten Reibach dabei machte natürlich die Company in San Francisco.

 


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